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	<title> LiquidFeedback - Interactive Democracy</title>
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		<title>LiquidFeedback Preisträger der Suma Awards 2011</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 10:19:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sferex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Auszeichnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Preise]]></category>
		<category><![CDATA[Preisträger]]></category>
		<category><![CDATA[SuMa Awards]]></category>

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		<description><![CDATA[LiquidFeedback ist einer der Preisträger der SuMa Awards 2011. Die SuMa Awards werden jedes Jahr vom SuMa e. V. &#8211; Verein für freien Wissenszugang vergeben. Die diesjährige Preisverleihung fand während des SuMa-Kongresses am 28.09.2011 in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund in Berlin statt. Herr Prof. Dr. rer. nat. Walther Umstätter hielt die Laudatio. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=liquidfeedback.wordpress.com&amp;blog=10991164&amp;post=1028&amp;subd=liquidfeedback&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>LiquidFeedback ist einer der Preisträger der SuMa Awards 2011.</p>
<p>Die <a href="http://www.suma-awards.de/" target="_blank">SuMa Awards</a> werden jedes Jahr vom <a href="http://www.suma-ev.de/" target="_blank">SuMa e. V.</a> &#8211; Verein für freien Wissenszugang vergeben. Die diesjährige Preisverleihung fand während des <a href="http://www.suma-ev.de/forum2011/index.html" target="_blank">SuMa-Kongresses </a>am 28.09.2011 in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund in Berlin statt. Herr Prof. Dr. rer. nat. Walther Umstätter hielt die <a href="http://suma-lab.de/suma-ev/forum2011/LaudatioSuMa11a.pdf" target="_blank">Laudatio</a>.</p>
<p>Die SuMa Awards prämieren Arbeiten, die für die Zukunft des digitalen Wissens von herausragender Bedeutung sind.</p>
<p>Wir freuen uns über den Erhalt des Preises und bedanken uns bei den Preisgebern und der Jury sehr herzlich!</p>
<br />Filed under: <a href='http://liquidfeedback.wordpress.com/category/allgemein/'>Allgemein</a>, <a href='http://liquidfeedback.wordpress.com/category/auszeichnungen/'>Auszeichnungen</a> Tagged: <a href='http://liquidfeedback.wordpress.com/tag/preise/'>Preise</a>, <a href='http://liquidfeedback.wordpress.com/tag/preistrager/'>Preisträger</a>, <a href='http://liquidfeedback.wordpress.com/tag/suma-awards/'>SuMa Awards</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/liquidfeedback.wordpress.com/1028/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/liquidfeedback.wordpress.com/1028/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/liquidfeedback.wordpress.com/1028/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/liquidfeedback.wordpress.com/1028/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/liquidfeedback.wordpress.com/1028/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/liquidfeedback.wordpress.com/1028/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/liquidfeedback.wordpress.com/1028/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/liquidfeedback.wordpress.com/1028/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/liquidfeedback.wordpress.com/1028/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/liquidfeedback.wordpress.com/1028/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/liquidfeedback.wordpress.com/1028/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/liquidfeedback.wordpress.com/1028/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/liquidfeedback.wordpress.com/1028/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/liquidfeedback.wordpress.com/1028/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=liquidfeedback.wordpress.com&amp;blog=10991164&amp;post=1028&amp;subd=liquidfeedback&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Überprüfbarkeit demokratischer Prozesse &#8211; 2. Teil: offene elektronische Abstimmungen sowie Wahlcomputer Typ 1 und Typ 2</title>
		<link>http://liquidfeedback.wordpress.com/2011/09/15/ueberprufbarkeit-demokratischer-prozesse-teil-2/</link>
		<comments>http://liquidfeedback.wordpress.com/2011/09/15/ueberprufbarkeit-demokratischer-prozesse-teil-2/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 22:08:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>darkbln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem im ersten Teil des Artikels die Überprüfbarkeit herkömmlicher demokratischer Abstimmungsverfahren durch die Teilnehmer beleuchtet wurde, handelt der zweite Teil von der Überprüfbarkeit elektronischer Abstimmungen. Zu elektronischen Abstimmungen sei vorweg gesagt, dass diese immanenter Bestandteil aller elektronischen Beteiligungssysteme sind, die mit quantisierten Bewertungen arbeiten. Bei LiquidFeedback ist beispielsweise bereits jede Unterstützerstimme oder Bewertung der Teilnahme an [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=liquidfeedback.wordpress.com&amp;blog=10991164&amp;post=947&amp;subd=liquidfeedback&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem <a href="http://liquidfeedback.org/2011/09/15/ueberprufbarkeit-demokratischer-prozesse-teil-1">im ersten Teil des Artikels</a> die Überprüfbarkeit herkömmlicher demokratischer Abstimmungsverfahren durch die Teilnehmer beleuchtet wurde, handelt der zweite Teil von der Überprüfbarkeit elektronischer Abstimmungen.</p>
<p>Zu elektronischen Abstimmungen sei vorweg gesagt, dass diese immanenter Bestandteil aller elektronischen Beteiligungssysteme sind, die mit quantisierten Bewertungen arbeiten. Bei LiquidFeedback ist beispielsweise bereits jede Unterstützerstimme oder Bewertung der Teilnahme an einer elektronischen Abstimmung gleichzusetzen. Bei anderen elektronischen Beteiligungssystemen findet Vergleichbares statt. Elektronische Beteiligungssysteme erheben das Abstimmen zum permanenten Grundprinzip.</p>
<p>Aber nun zur Betrachtung verschiedener Möglichkeiten der Umsetzung einer elektronischen Beteiligung unter Gesichtspunkten der Überprüfbarkeit durch die Teilnehmer.</p>
<p><span id="more-947"></span></p>
<p><strong>Offene elektronische Abstimmung</strong></p>
<p>Die Akkreditierung sowie die Stimmabgabe bei einer offen elektronischen Abstimmung findet unter einem den Teilnehmern hinreichend bekanntem, eindeutigen Identifikationsmerkmal statt. Wie bei der Abstimmung per Handzeichen oder per Wahlurne ist es somit möglich, dass Teilnehmer Fehler oder Manipulationen bei der Akkreditierung erkennen können. Auch hier reicht ein einzelner Teilnehmer, der einen Fehler oder eine Manipulation erkennt, damit dieser bzw. diese aufgedeckt werden kann.</p>
<p>Die mehrfache Abgabe von Stimmen durch die gleiche Person würde auffallen, denn dann würden zwei oder mehr Stimmen über das Identifikationsmerkmal mit der selben Person verknüpft.</p>
<p>Ebenfalls können Teilnehmer überprüfen, dass nur Stimmen von Berechtigten abgegeben werden, und nicht z. B. von Vertretern der Presse.</p>
<p>Auch die Auszählung kann durch die Teilnehmer überprüft werden, da alle Stimmen offengelegt werden.</p>
<blockquote><p><strong>Bei offener elektronischer Abstimmung durch die Teilnehmer prüfbar:</strong></p>
<p>Nur berechtigte Personen nehmen teil: <span style="text-decoration:underline;">eingeschränkt überprüfbar</span></p>
<p>Jede Person nimmt nur einmal teil: <span style="text-decoration:underline;">vollständig überprüfbar</span></p>
<p>Die Stimmen werden korrekt ausgezählt: <span style="text-decoration:underline;">vollständig überprüfbar</span></p></blockquote>
<p>Da offenes Abstimmen manchmal nicht erwünscht ist, wurden Möglichkeiten erdacht, wie bei elektronischen Abstimmungen die abgegebene Stimme von der abgebenden Person getrennt werden kann. Im Wesentlichen gibt es hierbei zwei Ansätze, zum einen die Entkopplung des elektronischen Stimmzettels von der abgebenden Person (elektronische Wahlurne) und zum anderen die Entkopplung der Person von der Identität des Abstimmenden. Um diese in der Praxis besser erkennen und benennen zu können, bezeichnen wir sie nunmehr als Wahlcomputer Typ 1 und Wahlcomputer Typ 2.</p>
<p><strong>Wahlcomputer Typ 1 (Entkopplung von elektronischem Stimmzettel und Person)</strong></p>
<p>Der erste Ansatz, die abgegebene Stimme von der abgebenden Person zu trennen, versucht die Fähigkeit der physikalischen Wahlurne mittels Computersoftware nachzubilden. Egal ob hierbei ein elektronisches Wahlgerät oder eine über das Internet verteilt betriebene Computersoftware zum Einsatz kommt, sind diese Verfahren alle durch die Teilnehmer nicht überprüfbar. Denn im Gegensatz zum geringen notwendigen Verständnis um die Funktionsweise einer echten Wahlurne zu verstehen und ihre korrekte Anwendung zu überprüfen, ist bei elektronischen Geräten oder Computersoftware immer ein erhebliches Fachwissen erforderlich, um das Verfahren überhaupt im Detail verstehen zu können. Aber selbst mit dem nötigen Fachwissen, ist es für Teilnehmer an Abstimmungen mit einem Wahlcomputer Typ 1 nicht möglich, das tatsächlich eingesetzte Wahlgerät oder die tatsächlich an der Abstimmung beteiligten, mit dem Internet verbundenen Computer selber einer Untersuchung zu unterziehen.</p>
<p>Bezugnehmend auf den Wahlcomputer diesen Typus sei auch auf die <a href="http://wahlcomputer.ccc.de">Arbeiten des Chaos Computer Clubs</a> und die Kampagne <a href="http://wijvertrouwenstemcomputersniet.nl/">Wij vertrouwen stemcomputers niet</a> verwiesen, die hierzu viele Informationen zusammengetragen haben.</p>
<blockquote><p><strong>Beim Wahlcomputer Typ 1 durch die Teilnehmer prüfbar:</strong></p>
<p>Nur berechtigte Personen nehmen teil: <span style="text-decoration:underline;"><strong>nicht</strong> überprüfbar</span></p>
<p>Jede Person nimmt nur einmal teil: <span style="text-decoration:underline;"><strong>nicht</strong> überprüfbar</span></p>
<p>Die Stimmen werden korrekt ausgezählt: <span style="text-decoration:underline;"><strong>nicht</strong> überprüfbar</span></p></blockquote>
<p><strong>Wahlcomputer Typ 2 (Entkopplung von Person und Identität des Abstimmenden)</strong></p>
<p>Der zweite Ansatz ist eine Entkopplung der mit der Abstimmung verknüpften Identität von der Person. Hierzu wird eine von einer zentralen Stelle garantierte Identität benötigt, die eindeutig sein muss, jedoch nicht mit der Person in Verbindung gebracht werden können soll. Diese zentrale Stelle kann z. B. der Vorstand einer Organisation sein, der jedem Mitglied eine eindeutige Identität in Form eines Pseudonyms zuweist oder z. B. die Bundesregierung, die mittels des elektronischen Personalausweises eine eindeutige, aber pseudonyme Identität für jeden Ausweisinhaber garantiert. Ob tatsächlich hinter jeder Identität genau eine Person steht kann durch die Teilnehmer jedoch nicht geprüft werden.</p>
<p>Da dieses Pseudonym nicht geeignet ist, anderen Teilnehmern die Identifikation der Person zu erlauben, kann von den Teilnehmern die Akkreditierung in keiner Weise geprüft werden. Die Teilnehmer können auch nicht prüfen, ob von jeder Person nur eine Stimme gezählt wird, da nicht geprüft werden kann, ob eine Person mehrfach akkreditiert wurde. Hier muss dann z. B. auf die zertifizierende Regierungsstelle sowie auf die Administratoren des Abstimmungssystems vertraut werden.</p>
<p>Letztendlich bleibt &#8211; <a href="http://liquidfeedback.org/2011/09/15/ueberprufbarkeit-demokratischer-prozesse-teil-1/">wie im ersten Teil des Artikels schon bei der Briefwahl ausgeführt</a> &#8211; den Teilnehmern nur noch zu beobachten, dass Stimmen ausgezählt werden, von denen die Teilnehmer nicht prüfen können, ob sie von berechtigten Teilnehmern stammen. Die offene Auszählung beim Wahlcomputer Typ 2 verleiht dem Verfahren also einen trügerischen Schein von Überprüfbarkeit, den es jedoch gar nicht erfüllen kann.</p>
<blockquote><p><strong>Beim Wahlcomputer Typ 2 durch die Teilnehmer prüfbar:</strong></p>
<p>Nur berechtigte Personen nehmen teil: <span style="text-decoration:underline;"><strong>nicht</strong> überprüfbar</span></p>
<p>Jede Person nimmt nur einmal teil: <span style="text-decoration:underline;"><strong>nicht</strong> überprüfbar</span></p>
<p>Die Stimmen werden korrekt ausgezählt: <span style="text-decoration:underline;">vollständig überprüfbar</span></p></blockquote>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Aus der Betrachtung der Überprüfbarkeit von elektronischen Abstimmungen durch die Teilnehmer bleibt folgendes Fazit zu ziehen: <strong>Möchte man überprüfbare elektronische Abstimmungen durchführen, müssen diese als offene Abstimmung mit Identitäten stattfinden, die für die anderen Teilnehmer hinreichend mit den abstimmenden Personen verknüpft sind.</strong> Möchte man diese den anderen Teilnehmern bekannte Verknüpfung vermeiden, bleibt einem nur entweder vollständig auf die Überprüfbarkeit des Verfahrens durch die Teilnehmer zu verzichten und damit einer Autorität blind vertrauen zu müssen oder zu Papier, Stift und Wahlurne zu greifen.</p>
<p><strong>LiquidFeedback wurde für offene Abstimmungen konzipiert und implementiert,</strong> denn nur so konnte ein System geschaffen werden, das <strong>vertrauenswürdige, durch die Teilnehmer überprüfbare Ergebnisse</strong> liefern kann. Die Akkreditierung der Teilnehmer ist jedoch nicht Teil von LiquidFeedback sondern muss durch die einsetzende Organisation selber umgesetzt werden. Zur Akkreditierung gehört auch die Frage, ob eine Trennung der verwendeten Identitäten von den dahinterstehenden Personen vorgenommen wird oder ob jedes Benutzerkonto in LiquidFeedback für alle Teilnehmer hinreichend mit einer echten Person verknüpft wird.<strong> Ob LiquidFeedback &#8211; wie vorgesehen &#8211; für offene Abstimmungen genutzt oder als Wahlcomputer Typ 2 betrieben wird, ist somit allein die Entscheidung der einsetzenden Organisation.</strong></p>
<p>Das Thema Überprüfbarkeit ist auch Teil der vorhergehenden Artikel <a href="http://liquidfeedback.org/2011/08/17/5-jahre-liquid-democracy-in-deutschland/">5 Jahre Liquid Democracy in Deutschland</a> sowie <a href="http://liquidfeedback.org/2011/09/02/die-5-w-fragen-politischer-beteiligung-wer-soll-an-was-womit-wie-und-wozu-beteiligt-werden/">Die 5 W-Fragen politischer Beteiligung: Wer soll an was, womit, wie und wozu beteiligt werden?</a></p>
<br />Filed under: <a href='http://liquidfeedback.wordpress.com/category/allgemein/'>Allgemein</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/liquidfeedback.wordpress.com/947/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/liquidfeedback.wordpress.com/947/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/liquidfeedback.wordpress.com/947/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/liquidfeedback.wordpress.com/947/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/liquidfeedback.wordpress.com/947/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/liquidfeedback.wordpress.com/947/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/liquidfeedback.wordpress.com/947/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/liquidfeedback.wordpress.com/947/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/liquidfeedback.wordpress.com/947/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/liquidfeedback.wordpress.com/947/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/liquidfeedback.wordpress.com/947/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/liquidfeedback.wordpress.com/947/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/liquidfeedback.wordpress.com/947/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/liquidfeedback.wordpress.com/947/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=liquidfeedback.wordpress.com&amp;blog=10991164&amp;post=947&amp;subd=liquidfeedback&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Überprüfbarkeit demokratischer Prozesse &#8211; 1. Teil: Handzeichen, Wahlurnen und Briefwahlen</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 22:08:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>darkbln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Demokratische Prozesse sollten überprüfbar sein, damit sie vertrauenswürdig sind. Vertrauen kann nur dann dauerhaft entstehen, wenn die Teilnehmer selber die Vorgänge prüfen können. Eine Überprüfbarkeit allein durch eine Autorität kann kein dauerhaftes Vertrauen schaffen. Daher betrachtet dieser Artikel im Detail die Überprüfbarkeit demokratischer Prozesse durch ihre Teilnehmer. Handzeichenabstimmung Betrachten wir zuerst welche Möglichkeiten Mitglieder einer [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=liquidfeedback.wordpress.com&amp;blog=10991164&amp;post=943&amp;subd=liquidfeedback&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Demokratische Prozesse sollten überprüfbar sein, damit sie vertrauenswürdig sind. Vertrauen kann nur dann dauerhaft entstehen, wenn die Teilnehmer selber die Vorgänge prüfen können. Eine Überprüfbarkeit allein durch eine Autorität kann kein dauerhaftes Vertrauen schaffen. Daher betrachtet dieser Artikel im Detail die Überprüfbarkeit demokratischer Prozesse durch ihre Teilnehmer.</p>
<p><strong>Handzeichenabstimmung</strong></p>
<p>Betrachten wir zuerst welche Möglichkeiten Mitglieder einer grösseren Organisation haben, um eine offene Handzeichenabstimmung auf einer Mitgliederversammlung zu überprüfen.</p>
<p><span id="more-943"></span></p>
<p>In der Regel wird zu Beginn der Mitgliederversammlung die Mitgliedseigenschaft der Versammlungsteilnehmer durch Beauftragte mit Hilfe eines Abgleichs des Ausweises des Teilnehmers mit der Mitgliederkartei durchgeführt, die sogenannte Akkreditierung. Dieser Vorgang kann durch die Teilnehmer nur eingeschränkt überprüft werden, da die Beobachtung nur soweit erfolgen kann, wie keine Einsicht in personenbezogene Daten genommen werden kann.</p>
<p>Dennoch können alle Teilnehmer trotzdem Fehler oder Manipulationsversuche bemerken. Als Beispiel seien das unberechtigte Akkreditieren eines ausgeschlossenen Mitglieds oder &#8211; z. B. im Falle einer Partei &#8211; das unberechtigte Akkreditieren einer Gruppe von “U-Booten“ einer anderen Partei genannt. Hier reicht ein einzelner Teilnehmer, der den oder die unberechtigt Akkreditierten erkennt, um den Fehler bzw. die Manipulation aufzudecken.</p>
<p>Auch die mehrfache Teilnahme durch die gleiche Person kann &#8211; selbst bei ungenügender Akkreditierung &#8211; ausgeschlossen werden, denn alle Teilnehmer müssen ihre Stimme gleichzeitig persönlich durch Handzeichen abgeben.</p>
<p>Die Handzeichenabstimmung selber kann durch die Teilnehmer vollständig geprüft werden. Während die Handzeichen gegeben werden, können die Teilnehmer sich davon überzeugen, dass nur Akkreditierte ein Handzeichen geben und nicht z. B. Vertreter der Presse. Ebenfalls können sich die Teilnehmer davon überzeugen, dass die Handzeichen richtig ausgezählt werden.</p>
<blockquote><p><strong>Bei Handzeichenabstimmungen durch die Teilnehmer prüfbar:</strong></p>
<p>Nur berechtigte Personen nehmen teil: <span style="text-decoration:underline;">eingeschränkt überprüfbar</span></p>
<p>Jede Person nimmt nur einmal teil: <span style="text-decoration:underline;">vollständig überprüfbar</span></p>
<p>Die Stimmen werden korrekt ausgezählt: <span style="text-decoration:underline;">vollständig überprüfbar</span></p></blockquote>
<p>Praktisch alle demokratischen Verfahren der Abstimmung basieren &#8211; wie das vorangegangene Beispiel &#8211; auf dem Prinzip offener Abstimmungen. Angefangen bei den Bürgern der Stadt Athen im alten Griechenland bis hin zu den Abgeordneten praktisch aller Parlamente demokratischer Staaten ist die offene Abstimmung das bei weitem am häufigsten angewendete Abstimmungsverfahren. Alle sonst verwendeten und überprüfbaren Verfahren, wie z. B. die namentliche Abstimmung, sind &#8211; mit einer Ausnahme &#8211; nur Spielarten einer solchen Handzeichenabstimmung</p>
<p><strong>Geheime Abstimmung mit Wahlurne</strong></p>
<p>Diese einzige Ausnahme bildet die Wahlurne. Denn diese hat die bereits für Kinder nachvollziehbare Fähigkeit, durch den Einwurfschlitz und ihr nicht-einsehbares Inneres die abgegebene Stimme von der abgebenden Person zu trennen ohne dabei die Überprüfbarkeit der Stimmabgabe zu verlieren. Nur dieser einzigartigen Eigenschaft der Wahlurne ist es zu verdanken, dass überhaupt geheime und gleichzeitig für die Teilnehmer überprüfbare Abstimmungen durchführbar sind.</p>
<p>Betrachten wir analog zur Handzeichenabstimmung wieder anhand einer Mitgliederversammlung einer beliebigen grösseren Organisation wie die Teilnehmer eine Abstimmung per Wahlurne überprüfen können.</p>
<p>Die Akkreditierung selber, also das Feststellen der Mitgliedschaft, läuft identisch zu der im ersten Beispiel betrachteten Hanzeichenabstimmung ab und kann daher ebenso durch die Teilnehmer eingeschränkt überprüft werden. Auch hier reicht, dass einer der Teilnehmer einen Fehler oder eine Manipulation entdeckt, damit diese aufgedeckt werden kann.</p>
<p>Ebenfalls &#8211; wie bei der Handzeichenabstimmung &#8211; ist es den Teilnehmern auch möglich zu überprüfen, dass jede Person nur einmal an der Urnenabstimmung teilnimmt, denn jeder muss seine Stimme für die anderen sichtbar persönlich in die Wahlurne einwerfen.</p>
<p>Die Teilnehmer können sich davon überzeugen, dass nur akkreditierte Personen einen Stimmzettel einwerfen und nicht z. B. Vertreter der Presse.</p>
<p>Unter der Voraussetzung, dass die Teilnehmer sich vor Beginn der Abstimmung von der leeren Urne überzeugen können, sie die Urne bis zum Beginn der Auszählung beobachten können und sie der Auszählung beiwohnen können, ist es den Teilnehmern möglich, sowohl sicher zu sein, dass von jeder Person nur eine Stimme gezählt wird als auch, dass die Auszählung selber korrekt durchgeführt wird.</p>
<blockquote><p><strong>Bei Abstimmungen mittels Wahlurnen durch die Teilnehmer prüfbar:</strong></p>
<p>Nur berechtigte Personen nehmen teil: <span style="text-decoration:underline;">eingeschränkt überprüfbar</span></p>
<p>Jede Person nimmt nur einmal teil: <span style="text-decoration:underline;">vollständig überprüfbar</span></p>
<p>Die Stimmen werden korrekt ausgezählt: <span style="text-decoration:underline;">vollständig überprüfbar</span></p></blockquote>
<p><strong>Dezentrale geheime Abstimmung mit Wahlurne</strong></p>
<p>Als Sonderfall sei noch auf Urnenabstimmungen eingegangen, die dezentral stattfinden. Die Möglichkeit der Teilnehmer zu überprüfen, dass jede Person nur eine Stimme abgibt, leidet im Vergleich zum vorhergehenden Beispiel: Eine Manipulation der Akkreditierung vorrausgesetzt, könnte es versucht werden, in Urnen an verschiedenen Standorten jeweils eine Stimme einzuwerfen. Dies würde den Teilnehmern nicht unbedingt auffallen. Aufgrund der begrenzten Anzahl der Wahllokale überhaupt, aber auch der Entfernung zwischen ihnen und der begrenzten Öffnungszeit ist es für einen Einzelnen jedoch schwierig in nennenswerten Umfang eine Manipulation vorzunehmen. Daher sind für relevante Manipulationen viele Menschen erforderlich, die einerseits dadurch Mitwisser werden und andererseits selber dafür belangt werden können. In manchen Ländern wird z. B. bei Parlamentswahlen bei Einwurf der Stimme eine semipermanente Farbmarkierung an der Person angebracht. Dies kann diese Einschränkung der Überprüfbarkeit weiter entschärfen.</p>
<blockquote><p><strong>Bei dezentraler Abstimmung mittels Wahlurne durch die Teilnehmer prüfbar:</strong></p>
<p>Nur berechtigte Personen nehmen teil: <span style="text-decoration:underline;">eingeschränkt überprüfbar</span></p>
<p>Jede Person nimmt nur einmal teil: <span style="text-decoration:underline;">weitgehend überprüfbar</span></p>
<p>Die Stimmen werden korrekt ausgezählt: <span style="text-decoration:underline;">vollständig überprüfbar</span></p></blockquote>
<p><strong>Briefwahl</strong></p>
<p>Als letzte in demokratischen Prozessen eingesetzte Abstimmungsmethode &#8211; die jedoch durch die Teilnehmer selber nicht überprüft werden kann &#8211; ist die Briefwahl Gegenstand der Betrachtung.</p>
<p>Die Akkreditierung findet auf dem Postwege durch Zusendung eines Wahlscheins an den Teilnehmer durch die zuständige Stelle statt und ist daher für die Teilnehmer nicht überprüfbar. Auch offensichtliche Fehler oder Manipulationen, wie das mehrfache Akkreditieren einer Person können nicht erkannt werden.</p>
<p>Die Teilnehmer senden ihre Stimmzettel mit ihrem Abstimmungswunsch markiert zurück an die zuständige Stelle, die diese sammelt. Dies ist durch die Teilnehmer ebenfalls nicht überprüfbar.</p>
<p>Der letzte Teil des Verfahrens, die Auszählung der Stimmen, kann geprüft werden, zumindest wenn die Teilnehmer dieser beiwohnen können.</p>
<p>Da im Falle der Briefwahl bei der Akkreditierung und der Sammlung der Stimmzettel jedoch ohnehin vollständig auf die zuständige Stelle vertraut werden muss, ist es aus Sicht der Überprüfbarkeit des Verfahrens praktisch kein Unterschied, ob die Auszählung selber überprüfbar ist. Denn im Falle einer Manipulation würden lediglich manipulierte Stimmzettel “korrekt“ ausgezählt. Eine offene Auszählung verleiht dem ganzen Verfahren der Briefwahl den trügerischen Schein vermeintlicher Überprüfbarkeit, den es in Gänze jedoch &#8211; wie gezeigt wurde &#8211; gar nicht bieten kann. In vielen Fällen wird daher konsequenterweise auch gleich darauf verzichtet, eine offene Auszählung durchzuführen.</p>
<blockquote><p><strong>Bei Briefwahl durch die Teilnehmer prüfbar:</strong></p>
<p>Nur berechtigte Personen nehmen teil: <span style="text-decoration:underline;"><strong>nicht</strong> überprüfbar</span></p>
<p>Jede Person nimmt nur einmal teil: <span style="text-decoration:underline;"><strong>nicht</strong> überprüfbar</span></p>
<p>Die Stimmen werden korrekt ausgezählt: <span style="text-decoration:underline;">vollständig überprüfbar</span></p></blockquote>
<p>Nach der Betrachtung praktisch aller bisher relevanten demokratischen Abstimmungsformen beschäftigt sich der <a href="http://liquidfeedback.org/2011/09/15/ueberprufbarkeit-demokratischer-prozesse-teil-2">zweite Teil des Artikels</a> mit elektronischen Abstimmungen, wie sie beispielsweise auch in LiquidFeedback stattfinden, und insbesondere deren Überprüfbarkeit durch die Teilnehmer.</p>
<p><strong><a href="http://liquidfeedback.org/2011/09/15/ueberprufbarkeit-demokratischer-prozesse-teil-2">&gt;&gt; Zum Zweiten Teil: Offene elektronische Abstimmungen sowie Wahlcomputer Typ 1 und Typ 2 &gt;&gt;</a></strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<br />Filed under: <a href='http://liquidfeedback.wordpress.com/category/allgemein/'>Allgemein</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/liquidfeedback.wordpress.com/943/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/liquidfeedback.wordpress.com/943/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/liquidfeedback.wordpress.com/943/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/liquidfeedback.wordpress.com/943/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/liquidfeedback.wordpress.com/943/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/liquidfeedback.wordpress.com/943/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/liquidfeedback.wordpress.com/943/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/liquidfeedback.wordpress.com/943/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/liquidfeedback.wordpress.com/943/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/liquidfeedback.wordpress.com/943/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/liquidfeedback.wordpress.com/943/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/liquidfeedback.wordpress.com/943/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/liquidfeedback.wordpress.com/943/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/liquidfeedback.wordpress.com/943/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=liquidfeedback.wordpress.com&amp;blog=10991164&amp;post=943&amp;subd=liquidfeedback&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Core 2.0.0 released, public alpha test of new API interface and call for applications</title>
		<link>http://liquidfeedback.wordpress.com/2011/09/11/core-2-0-0_public-alpha-test-of-new-api_call-for-applications/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 23:48:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>darkbln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[LiquidFeedback Core 2.0.0 released Today the Public Software Group e. V.  released version 2.0.0 of LiquidFeedback Core, the main part of LiquidFeedback consisting of a PostgreSQL database schema and a background job for counting. This first version of the new major release line is dedicated to developers as it still needs some testing. Since the last stable [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=liquidfeedback.wordpress.com&amp;blog=10991164&amp;post=921&amp;subd=liquidfeedback&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>LiquidFeedback Core 2.0.0 released</strong></p>
<p>Today the <a href="http://www.public-software-group.org/">Public Software Group e. V.</a>  released <a href="http://www.public-software-group.org/liquid_feedback_core">version 2.0.0 of LiquidFeedback Core</a>, the main part of LiquidFeedback consisting of a PostgreSQL database schema and a background job for counting. This first version of the new major release line is dedicated to developers as it still needs some testing.</p>
<p><span id="more-921"></span>Since the last stable release of the LiquidFeedback Core (version 1.3.1) a number of improvements have been made and new features have been added: Support for hierachical units, a new notification system, issue and voting comments and wiki formatting for suggestions, member statements and comments. The counting of the ballots has been improved and allows detailed configuration of <a href="http://dev.liquidfeedback.org/trac/lf/wiki/SupermajorityRequirements">supermajority requirements</a> now.</p>
<p>Right now there is no frontend available to access this new version of LiquidFeedback directly by users, because the LiquidFeedback Frontend is not yet ported to version 2.0.0 of the Core. Because of that, the Core release line 1.3.x along with the fitting Frontend will be supported until a complete web based frontend for Core version 2.0.x is available.</p>
<p><strong>Public test of new application programming interface</strong></p>
<p>Starting with LiquidFeedback Core 2.0.0 an application programming interface (API) was introduced. This API enables developers to create their own applications making use of LiquidFeedback in almost any programming environment. A first version of the <a href="http://dev.liquidfeedback.org/trac/lf/wiki/API">technical specification of the interface</a> is available. Much of the specification is already implemented in <a href="http://dev.liquidfeedback.org/trac/lf/wiki/lfapi">&#8220;lfapi&#8221;, the official LiquidFeedback API server</a>. The Public Software Group provides a public alpha test environment of the API for application developers and people interested in joining the specification and implementation process. More information is available at <a href="http://apitest.liquidfeedback.org/">apitest.liquidfeedback.org</a>.</p>
<p><strong>Call for applications</strong></p>
<p>Now all developers interested in creating own applications for LiquidFeedback are called. Create your own user interface, report generator, bot or whatever you get on your mind. Just register at the public alpha test and start coding!</p>
<p>To let other people know about your project, please register it by email at lqfb-maintainers at public-software-group.org. Please include your name, the name of your application, the intended platform and a short description of the purposes of your software. Shortly a list of applications in development will be published. To exchange with other developers or to get help you can use the <a href="http://dev.liquidfeedback.org/cgi-bin/mailman/listinfo/main">public mailing list</a> of the LiquidFeedback developers.</p>
<p>When starting to create your application, please do not call it LiquidFeedback, because it isn&#8217;t. Choose your own unique name for your project, so people are able to distinguish it from the LiquidFeedback system itself.</p>
<p>If you have any further questions please contact lqfb-maintainers at public-software-group.org.</p>
<br />Filed under: <a href='http://liquidfeedback.wordpress.com/category/allgemein/'>Allgemein</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/liquidfeedback.wordpress.com/921/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/liquidfeedback.wordpress.com/921/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/liquidfeedback.wordpress.com/921/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/liquidfeedback.wordpress.com/921/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/liquidfeedback.wordpress.com/921/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/liquidfeedback.wordpress.com/921/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/liquidfeedback.wordpress.com/921/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/liquidfeedback.wordpress.com/921/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/liquidfeedback.wordpress.com/921/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/liquidfeedback.wordpress.com/921/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/liquidfeedback.wordpress.com/921/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/liquidfeedback.wordpress.com/921/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/liquidfeedback.wordpress.com/921/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/liquidfeedback.wordpress.com/921/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=liquidfeedback.wordpress.com&amp;blog=10991164&amp;post=921&amp;subd=liquidfeedback&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Die 5 W-Fragen politischer Beteiligung: Wer soll an was, womit, wie und wozu beteiligt werden?</title>
		<link>http://liquidfeedback.wordpress.com/2011/09/02/die-5-w-fragen-politischer-beteiligung-wer-soll-an-was-womit-wie-und-wozu-beteiligt-werden/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 19:29:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>darkbln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit den folgenden 5 Fragestellungen soll dem Leser eine Struktur an die Hand gegeben werden, mit der bestehende und zukünftige politische Beteiligungsmöglichkeiten besser bewertet werden können. 1. WER soll sich beteiligen? Das erste W beschäftigt sich mit der Frage wer beteiligt werden soll. Dies erscheint auf den ersten Blick trivial. In vielen Fällen liegt es tatsächlich auf der Hand, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=liquidfeedback.wordpress.com&amp;blog=10991164&amp;post=903&amp;subd=liquidfeedback&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit den folgenden 5 Fragestellungen soll dem Leser eine Struktur an die Hand gegeben werden, mit der bestehende und zukünftige politische Beteiligungsmöglichkeiten besser bewertet werden können.</p>
<p><strong>1. WER soll sich beteiligen?</strong><br />
Das erste W beschäftigt sich mit der Frage wer beteiligt werden soll. Dies erscheint auf den ersten Blick trivial. In vielen Fällen liegt es tatsächlich auf der Hand, wer zum Teilnehmerkreis gehören soll: Das Programm einer Partei sollten die Mitglieder der Partei festlegen, für die Gestaltung ihres Sandkastens sollten Vorschläge von den Kindergartenkindern gemacht werden, die ihn später benutzen. Bei anderen Beteiligungsmöglichkeiten wird es jedoch schwieriger. So ist beispielsweise umstritten, ob Parlamente nur von Staatsangehörigen oder von allen Bewohnern gewählt werden sollen oder wie sich dies bei Volksabstimmungen verhalten soll. Grundsatz bei dieser Frage muss das demokratische Prinzip sein, dass diejenigen entscheiden sollen, die von einer Entscheidung betroffen sind. Eine eindeutige Festlegung ist in jedem Falle notwendig.</p>
<p><em>Es muss vor der Durchführung der Beteiligung genau geregelt sein, wer teilnahmeberechtigt ist und auch wie dies geprüft wird.</em></p>
<p><strong>2. WAS ist der Gegenstand der Beteiligung?</strong><br />
Bei einer Beteiligung muss es um einen Sachverhalt oder eine Menge von Sachverhalten gehen. Der Umfang des oder der Sachverhalte kann sehr unterschiedlich sein. Der Sachverhalt kann klar umgrenzt sein, z. B. eine einmalige Bürgerbeteiligung bei einem Baugenehmigungsverfahren oder auch sehr weit gefasst, wie z. B. die dauernde Beteiligung der Mitglieder an allen Belangen einer Organisation</p>
<p><em>Es muss vor der Durchführung der Beteiligung eindeutig geregelt sein, was der Gegenstand der Beteiligung ist.</em></p>
<p><strong>3. WOMIT soll sich beteiligt werden?</strong><br />
Die Frage nach dem womit betrifft die eingesetzten Mittel. Je nach Teilnehmerkreis sowie Gegenstand und Ziel der Beteiligung sind unterschiedliche Mittel geeignet. Aus dem Spektrum von Mitteln wie u. a. persönlichen Diskussionen, Anhörungsverfahren, Meinungsbildern und Abstimmungen per Handzeichen, Wahlen und Abstimmungen per Urne sowie Aussprachen auf Mitglieder- und Delegiertenversammlungen, Urabstimmungen, elektronischen Diskussionen oder Liquid Democracy gilt es jeweils das geeignete auszuwählen.</p>
<p><em>Es muss vorher eindeutig geregelt werden, mit welchem Mittel eine Beteiligung durchgeführt wird.</em></p>
<p><strong>4. WIE wird das Mittel verwendet?</strong><br />
Die Auswahl der richtigen Mittel alleine reicht jedoch nicht aus. Es sind – je nach eingesetztem Mittel – z. B. Quoren und nötige Mehrheiten, Fristen, Termine und die Art der Akkreditierung vor der Beteiligung festzulegen. Bei allen Mitteln sind auch bei den praktischen Fragen des Einsatzes immer die demokratischen Grundsätze zu beachten, dass jedem Teilnehmer eine Stimme zusteht und dass die Vorgänge überprüfbar sein müssen,. Bei Urnenwahlen oder Urabstimmungen muss z. B. die Urne und die Auszählung beobachtet werden können. Bei offenen Abstimmungen muss sehr genau und ggfs. mehrfach gezählt werden und bei größeren Gruppen sind Stimmkarten nötig. Grundsätzlich – insbesondere bei elektronischen Abstimmungen –  ist zu beachten, dass demokratische Verfahren nur dann überprüfbar sein können, wenn sie offen stattfinden oder eine echte Wahlurne zum Einsatz kommt.</p>
<p><em>Bevor die Beteiligung durchgeführt wird, muss genau festgelegt werden, wie das Mittel im Detail eingesetzt werden soll.</em></p>
<p><strong>5. WOZU dient die Beteiligung?</strong><br />
Eine eigene und die abschließende Frage bildet das “danach“. Wozu dient die Beteiligung und welche Auswirkung soll sie haben? Soll nur die Meinung der Teilnehmer erhoben werden, sollen unverbindliche Empfehlungen an ein Gremium ausgesprochen werden oder sollen verbindliche Entscheidungen getroffen werden? Diese Frage ist von besonderer Bedeutung für die Teilnehmer, denn deren Motivation ist in besonderem Maße von den aus der Beteiligung resultierenden Einflußmöglichkeiten abhängig.</p>
<p><em>Welche Auswirkungen die Beteiligung haben soll, muss festgeleget werden, bevor sie durchgeführt wird.</em></p>
<p><strong>Schlußworte</strong><br />
Bitte denkt immer, wenn ihr eine Beteiligungsmöglichkeit bewerten oder erschaffen wollt, an die 5 W-Fragen der Beteiligung:</p>
<blockquote><p>WER soll an WAS, WOMIT, WIE und WOZU beteiligt werden?</p></blockquote>
<p>Im vorangegangenen Beitrag <a href="http://liquidfeedback.org/2011/08/17/5-jahre-liquid-democracy-in-deutschland/">5 Jahre Liquid Democracy in Deutschland</a> sind diese Fragen auch ein Teil der Betrachung des praktischen Einsatzes von Liquid Democracy.</p>
<br />Filed under: <a href='http://liquidfeedback.wordpress.com/category/allgemein/'>Allgemein</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/liquidfeedback.wordpress.com/903/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/liquidfeedback.wordpress.com/903/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/liquidfeedback.wordpress.com/903/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/liquidfeedback.wordpress.com/903/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/liquidfeedback.wordpress.com/903/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/liquidfeedback.wordpress.com/903/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/liquidfeedback.wordpress.com/903/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/liquidfeedback.wordpress.com/903/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/liquidfeedback.wordpress.com/903/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/liquidfeedback.wordpress.com/903/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/liquidfeedback.wordpress.com/903/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/liquidfeedback.wordpress.com/903/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/liquidfeedback.wordpress.com/903/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/liquidfeedback.wordpress.com/903/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=liquidfeedback.wordpress.com&amp;blog=10991164&amp;post=903&amp;subd=liquidfeedback&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>5 Jahre Liquid Democracy in Deutschland</title>
		<link>http://liquidfeedback.wordpress.com/2011/08/17/5-jahre-liquid-democracy-in-deutschland/</link>
		<comments>http://liquidfeedback.wordpress.com/2011/08/17/5-jahre-liquid-democracy-in-deutschland/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 09:57:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>darkbln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorläufer Bereits im Jahre 1884 beschrieb Lewis Caroll in seinem Werk „The Principles of Parliamentary Representation“ die Idee des Delegated Voting: Das vorher schon bekannte Prinzip der Übertragung der eigenen Stimme bei einer Entscheidung an einen anderen Stimmberechtigten (Proxy Voting) wurde dahingehend erweitert, dass Stimmen auch über mehrere Stufen (transitiv) weitergegeben werden können (Delegated Voting). Zu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=liquidfeedback.wordpress.com&amp;blog=10991164&amp;post=863&amp;subd=liquidfeedback&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vorläufer</strong></p>
<p>Bereits im Jahre 1884 beschrieb Lewis Caroll in seinem Werk „The Principles of Parliamentary Representation“ die Idee des <a href="http://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Proxy_voting&amp;oldid=440558477#Delegated_voting">Delegated Voting</a>: Das vorher schon bekannte Prinzip der Übertragung der eigenen Stimme bei einer Entscheidung an einen anderen Stimmberechtigten (Proxy Voting) wurde dahingehend erweitert, dass Stimmen auch über mehrere Stufen (transitiv) weitergegeben werden können (Delegated Voting).</p>
<p>Zu einem tatsächlich Einsatz kamen diese Verfahren praktisch nicht, sicherlich insbesondere aufgrund des hohen logistischen Aufwandes angesichts der damals zur Verfügung stehenden Mittel. Erst über 100 Jahre später wurde diese Idee in Zusammenhang mit den Möglichkeiten des Internets neu gedacht und die Idee der <a href="http://www.communitywiki.org/en?action=browse;id=LiquidDemocracy;revision=24">Liquid Democracy</a> als ein demokratisches System mit direkten Abstimmungen und der Möglichkeit zur transitiven und jederzeit widerrufbaren Delegation der eigenen Stimme formuliert.</p>
<blockquote><p>A democratic system in which most issues are decided by direct referendum. However, since no one has time for this, you can delegate your votes. Here’s the cool part; you can delegate your votes on a certain topic to one person, and then delgate your votes on another topic to someone else. And delegations are transitive; you can delegate to someone who delegates to someone else, etc, in which case your votes will flow to whoever is at the end of the line. Of course, you can &#8220;un-delegate&#8221; at any time.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://www.communitywiki.org/en?action=browse;id=LiquidDemocracy;revision=24">David Cary am 29.01.2007 auf communitywiki.org</a></p>
</blockquote>
<p><strong>Gründung der Piratenpartei</strong></p>
<p>In Deutschland ist die Idee der Liquid Democracy mit der Piratenpartei seit ihrer Gründung im September 2006 eng verknüpft. Am 16. Februar 2007 erfolgte der <a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki/index.php?title=Liquid_Democracy&amp;oldid=19425">erste Eintrag zu Liquid Democracy im Dokumentations-Wiki der Piratenpartei</a>, in dem die angestrebten Ziele formuliert wurden. Auch der erst viel später zu Tage tretenden Konflikt zwischen Überprüfbarkeit elektronischer Abstimmungen einerseits und Datenschutzansprüchen andererseits wird benannt.</p>
<blockquote><p>Probleme: Geht nur mit zentraler Registratur wer was wann wo gewählt hat. (Datensparsamkeit?)</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki/index.php?title=Liquid_Democracy&amp;oldid=19425">Martin Häcker im Wiki der Piratenpartei am 16.02.2007</a></p>
</blockquote>
<p><span id="more-863"></span>Ein halbes Jahr später antwortete der auf dem Gründungsparteitag der Piratenpartei zum politischen Geschäftsführer gewählte Jan Huwald im <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/26/26173/1.html">Interview mit Telepolis</a> auf die Frage nach den Plänen der deutschen Piratenpartei damit, dass diese absolut basisdemokratisch entstanden sei und nunmehr das Konzept der Liquid Democracy verfolgen würde um die Vorteile von repräsentativer und direkter Demokratie zu vereinen. Laut Huwald plante man das System zunächst in der eigenen Partei auszuprobieren, um es dann anderen Parteien anzubieten und letztendlich ins Programm der Partei aufzunehmen.</p>
<blockquote><p>[...] die Piraten sind absolut basisdemokratisch entstanden, haben dieses Selbstverständnis aber noch nicht schriftlich festgehalten. Wir verfolgen nun ein Konzept namens „Liquid Democracy“, das repräsentative Demokratie und jederzeitige Entscheidung des Bürger vereint, statt nur aller vier Jahre ein Los in die Urne zu werfen. Dieses System werden wir in mehreren Schritten zuerst innerhalb der Piratenpartei aufbauen und evaluieren, dann als demokratischer Exportschlager anderen Parteien anbieten und schließlich &#8211; so die Piratenbasis will &#8211; auch in unser Parteiprogramm aufnehmen.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://www.heise.de/tp/artikel/26/26173/1.html">Jan Huwald am 12.09.2007 im Interview mit Telepolis</a></p>
</blockquote>
<p><strong>Bundestagswahl 2009</strong></p>
<p>Eine größere Aufmerksamkeit wurde dem Thema jedoch erst wieder nach dem Bundestagswahlkampf 2009 zuteil. Durch den erfolgreichen &#8220;Zensursula&#8221;-Wahlkampf konnte die Piratenpartei ihre Mitgliederzahl stark erhöhen. Gleichzeitig erreichte sie dabei jedoch die Grenzen basisdemokratischer Organisationstrukturen. Es kam die Vorstellung auf, zukünftig entweder Parteitage mit tausenden Mitgliedern abzuhalten oder ein den eigenen basisdemokratischen Ansprüchen nicht genügendes Delegiertensystem einführen zu müssen. Angesichts dessen wurde der Wunsch vieler Parteimitglieder nach einer Liquid-Democracy-Lösung immer größer.</p>
<p>Zu der Zeit machten Gerüchte die Runde, dass in Kürze eine Liquid-Democracy-Software zur Verfügung stünde. Mit großer Spannung wurde somit auch eine <a href="https://berlin.ccc.de/mediawiki/index.php?title=Liquid_Democracy&amp;oldid=7387">Veranstaltung aus der Reihe Datengarten</a> des Chaos Computer Clubs am 3. September 2009 in Berlin erwartet, auf der Daniel Reichert und Martin Häcker vom Liquid Democracy e.V. das theoretische Konzept des „Direkten Parlamentarismus“ vorstellten, dessen Implementierung jedoch in den Sternen stand. Die Piratenpartei Deutschland richtete eigene Arbeitsgruppen zum Thema ein. Die Arbeitsgruppe des Landesverbandes erhielt vom Vorstand am 20. September 2009 den <a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki/index.php?title=2009-09-20_-_Protokoll_Vorstandssitzung_Landesverband_Berlin&amp;oldid=512805#Beauftragung_des_Liquid_Democracy_Squads">Auftrag</a> einen Pilotbetrieb von Liquid Democracy und eine Satzungsänderung vorzubereiten, um spätestens zur Abgeordnetenhauswahl 2011 Liquid Democracy verbindlich einsetzen zu können.</p>
<p><strong>LiquidFeedback und Adhocracy</strong></p>
<p>Nicht zuletzt deshalb beschäftigten sich Jan Behrens, Axel Kistner, Andreas Nitsche und Björn Swierczek vom Public Software Group e. V. näher mit dem Thema Liquid Democracy. Sie konzipierten gemeinsam einen Antragsentwicklungsprozess in Kombination mit Delegated Voting und einer Präferenzabstimmung nach der <a href="http://m-schulze.webhop.net/schulze1.pdf">Schulze-Methode (PDF)</a>. Angesichts der berechtigten Kritik an geheimen elektronischen Abstimmungen, wie sie im Zusammenhang mit Wahlcomputern u.a. von der Stiftung <a href="http://wijvertrouwenstemcomputersniet.nl/">„Wij vertrouwen stemcomputers niet“</a> (Wir vertrauen Wahlcomputern nicht) und dem <a href="http://wahlcomputer.ccc.de/">Chaos Computer Club vorgetragen</a> wurden, entschied man sich, geheime Abstimmungen nicht in das Konzept aufzunehmen.</p>
<p>Stattdessen wurden ausschließlich <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/plenum/abstimmung/index.html">namentliche Abstimmungen</a> vorgesehen. Bei namentlichen Abstimmungen wird jede abgegebene Stimme offen mit einem Merkmal &#8211; meist dem bürgerlichen Namen &#8211; verknüpft, welches wiederum der abstimmenden Person hinreichend zugeordnet werden kann. Somit würde das System in der Lage sein, Entscheidungen zu treffen, auf die trotz der eingesetzten elektronischen Medien vertraut werden kann. Das erarbeitete Gesamtkonzept wurde ab September 2009 in der Software <a href="http://www.public-software-group.org/liquid_feedback">LiquidFeedback</a> umgesetzt.</p>
<p>Parallel zur Entwicklung von LiquidFeedback durch Behrens, Kistner, Nitscher und Swierczek beschäftigte sich Friedrich Lindenberg mit der Entwicklung einer anderen Liquid Democracy Software namens <a href="http://wiki.liqd.net/Adhocracy">„Adhocracy“</a>, die über einen anderen Antragsentwicklungsprozess verfügte und das Konzept einer sogenannten <a href="http://wiki.liqd.net/w/index.php?title=Continuous_Legitimization&amp;oldid=2226">„permanenten Abstimmung“</a> umsetzte. Sowohl LiquidFeedback als auch Adhocracy orientierten sich dabei jedoch am Liquid-Democracy-Prinzip der themenbezogenen transitiven Stimmenübertragung.</p>
<p><strong>Piratenpartei Berlin</strong></p>
<p>Am 25. November 2009 <a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki/index.php?title=BE:Liquid_Democracy_in_der_Piratenpartei/Protokoll_2009-11-25&amp;oldid=433378#Test_f.C3.BCr_den_Parteitag">entschied</a> sich die Arbeitsgruppe Liquid Democracy der Piratenpartei Berlin dazu, eine Liquid-Democracy-Software im Rahmen der Parteitagsvorbereitungen zu erproben. Dem Landesvorstand wurde dazu vorgeschlagen eine Instanz des Prototyps von LiquidFeedback einzurichten und mit den Mitgliedern des Landesverbandes zu testen. Der Vorstand befürwortete das. Es wurden <a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki/index.php?title=2009-12-06_-_Protokoll_Vorstandssitzung_Landesverband_Berlin&amp;oldid=507318#Liquid_Democracy_.2F_Liquid_Feedback_Pilotbetrieb">Mittel für einen Server zur Verfügung gestellt und Administratoren beauftragt</a>.</p>
<p>Als in der Arbeitsgruppe die genauen Bedingungen des Betriebs erarbeitet wurden, stellte sich heraus, dass starke Bedenken vorherrschten an namentlichen Abstimmungen teilzunehmen. Daher wurde gefordert auch unter einem Pseudonym mitmachen zu können. Obwohl LiquidFeedback für eine pseudonyme Nutzung überhaupt nicht entwickelt wurde, konnte diese ohne Modifikation der Software erreicht werden: Es sollte einfach darauf verzichtet werden, in den Benutzerkonten von LiquidFeedback das für den Benutzer selber nicht änderbare Feld „Identification“ mit dem Namen zu befüllen. Dieses Feld dient dazu, die für namentliche Abstimmungen notwendige Verknüpfung zwischen abgegebenen Stimmen und Person des Abstimmenden zu erreichen. Auch wenn es technisch ohne weiteres möglich ist dieses Feld nicht zu befüllen, folgt daraus dennoch zwangsläufig, dass die Überprüfbarkeit der Abstimmungen verloren geht.</p>
<p>Die dadurch angestrebte Pseudonymität kann jedoch auch nur bedingt erreicht werden, da für die Akkreditierung der Parteimitglieder, also beispielsweise für das Sperren ausgetretener Mitglieder, <a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki/index.php?title=BE:LiquidFeedback/Invite-Code-Verwaltung&amp;oldid=794368">die Einladungsschlüssel für LiquidFeedback im Eintrag des Parteimitglieds in der Mitgliederdatenbank gespeichert werden müssen</a>. Hierdurch ergibt sich eine indirekte Verknüpfung des Benutzerkontos in LiquidFeedback mit einer Person. Durch gezieltes Zusammenführen der Informationen aus der Mitgliederverwaltung mit denen aus der Datenbank des LiquidFeedback-Systems ist eine jederzeitige Depseudonymisierung einzelner oder aller Benutzer möglich. Dies kann berechtigt &#8211; beispielsweise auf Vorstandsbeschluß oder richterliche Anordnung &#8211; oder auch unberechtigt und unbemerkt geschehen.</p>
<p>Aufgrund des experimentellen Charakters und der damit einhergehenden Abdingbarkeit der Überprüfbarkeit der Entscheidungen des Systems einigte man sich darauf, so vorzugehen. Um die (eingeschränkt) pseudonyme Nutzung zu ermöglichen wurde auf die Überprüfbarkeit der Abstimmungen verzichtet.</p>
<p>So wurde LiquidFeedback ab 4. Januar 2010 auf einer <a href="http://lqpp.de//">eigenen Instanz des Landesverbandes</a> getestet und damit unverbindlich auch der bevorstehende Landesparteitag vorbereitet. Auf diesem Parteitag wurde am 28. Februar 2010 der Abschnitt Liquid Democracy <a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki/index.php?title=BE:Protokoll_LMV_Berlin_2010.1&amp;oldid=717220#Liquid_Democracy_Satzungsantr.C3.A4ge">in die Satzung aufgenommen</a>. Die Entscheidungen des Liquid-Democracy-Systems des Landesverbandes gelten nunmehr als Empfehlungen an die Organe der Partei. Die ursprünglich angestrebte Verbindlichkeit wurde nicht verankert, da es für unzulässig gehalten wurde, die Entscheidungen eines Parteiorgans formal an Entscheidungen aus LiquidFeedback zu binden.</p>
<p>Diese Verbindlichkeit wäre durch <a href="http://kinderfresserbar.blogspot.com/2011/02/liquid-democracy-als-organ-ist-moglich.html">Schaffung eines neuen Organs erreichbar</a>, das Beschlüsse jederzeit eigenständig mittels Liquid Democracy fällen könnte. Innerhalb des Rahmens von Satzung und Programm könnten verbindliche Beschlüsse gefasst werden, mit denen die Parteibasis beispielweise kurzfristig auf aktuelle politische Themen reagieren könnte. Für ein solches Organ wäre jedoch die Überprüfbarkeit der namentlichen Abstimmungen durch die bereits erwähnte direkte Verknüpfung der abgegebenen Stimmen mit der abstimmenden Personen unabdingbar. Neben der Verwendung des bürgerlichen Namens wäre hierbei auch ein selbst gewählter Name denkbar, der durch das Parteimitglied auf einem Parteitag oder einer vergleichbaren Veranstaltung vorgestellt wird und dann mit der Person hinreichend verknüpft ist.</p>
<p>Eine im laufenden LiquidFeedback-System im Juni 2010 gestellte <a href="https://lqpp.de/be/initiative/show/790.html">Initiative zukünftig „Realnamen“ bei der Nutzung zu verlangen</a> wurde nicht angenommen. <a href="https://lqpp.de/be/issue/show/364.html">Die Gegeninitiativen</a> weiterhin Pseudonyme zu ermöglichen wurden von den Berliner Piraten bevorzugt.</p>
<p><strong>Piratenpartei Deutschland</strong></p>
<p>Auf dem Bundesparteitag in Bingen wurde am 16. Mai 2010 <a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki/index.php?title=Bundesparteitag_2010.1/Protokoll&amp;oldid=1019483#Antrag_zu_LiquidFeedback">unter der Antragsnummer Z013 beschlossen</a>, dass die Piratenpartei ein LiquidFeedback-System in Betrieb nimmt. Es wurde festgelegt, dass die Entscheidungen des Systems als unverbindliche Meinungsbilder zu verstehen sind. Im Rahmen der Beendigung des Parteitags wurde zusätzlich beschlossen, dass der nächste Parteitag als Programmparteitag durchgeführt und inhaltlich mit LiquidFeedback vorbereitet werden soll. In Folge des Parteitags wurde unter Führung vom zuständigen Bundesvorstand Christopher Lauer und von Alexander Morlang, der mit der technischen Inbetriebnahme beauftragt wurde, ein Betriebskonzept weitgehend nach dem Vorbild des Berliner LiquidFeedback-Systems vorbereitet &#8211; auch hier wurde eine pseudonyme Nutzung vorgesehen und auf die dadurch verloren gehende Überprüfbarkeit verzichtet.</p>
<p>Trotz der vorgesehenen Möglichkeit zur pseudonymen Nutzung waren die rund 2 Monate der Vorbereitung des Betriebs von einer intensiven, teils hysterischen Debatte um Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Privatsphäre geprägt. Einerseits gab es eine Debatte, ob „einfache Parteimitglieder“ zu transparenter Entscheidung verpflichtete Politiker sein sollten, oder ob ihr Abstimmverhalten gar zur Privatsphäre gehöre. Andererseits wurde diskutiert, ob die abgegebenen Stimmen nach einer gewissen Zeit digital &#8220;vergessen&#8221; &#8211; also gelöscht &#8211; werden sollten. Letzteres brachte u.a. Frank Rieger, Sprecher des Chaos Computer Clubs, im <a href="http://klabautercast.de/2010/07/12/folge-24-abstimmungstools/">Klabautercast von Martin Haase</a> ins Gespräch. An gleicher Stelle lobt Rieger auch die pseudonyme Nutzbarkeit ohne die Risiken der verloreren Überprüfbarkeit auch nur anzusprechen. Die zuvor kaum sichtbaren Gräben zwischen verschiedenen Lagern inner- wie außerhalb der Piratenpartei wurden in dieser Debatte deutlicher sichtbar denn je.</p>
<p>So kam es dann auch dazu, dass in die Konzeption der Akkreditierung eine sogenannte Clearingstelle aufgenommen wurde, die das Ziel hatte einen höheren Schutz vor einer Depseudonymisierung der Benutzer zu erreichen. Weiterhin wurden durch den Bundesvorstand am vorgelegten Betriebskonzept auch noch &#8211; aus Datenschutzgründen &#8211; weitere Änderungen vorgenommen, u.a. eine Löschung aller Abstimmungsdaten nach 4 Parteitagen. Durch die Aufnahme der Clearingstelle in das Betriebskonzept sowie die weiteren Änderungen ist neben der ohnehin schon verloren gegangenen Überprüfbarkeit der Abstimmungen nun auch die Akkreditierung der Mitglieder nur noch mit erheblichem Aufwand prüfbar. Der in der <a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki/index.php?title=LQPP/Betriebsdoku&amp;oldid=1019484">Betriebsdokumentation der Piratenpartei</a> vorgesehene routinemäßige Prozess <a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki/index.php?title=LQPP/Betriebsdoku&amp;oldid=1019484#Prozess_Teilnehmerkreispr.C3.BCfung">„Teilnehmerkreisprüfung“</a> ist bisher noch nie ausgeführt worden.</p>
<p>Felix von Leitner brachte die Situation auf seinem Blog in gewohnt direkter Art auf den Punkt: <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b23f68fa">„Es geht nicht.“</a></p>
<p>Dennoch wurde das System am 13. August 2010 auf <a href="http://lqfb.piratenpartei.de/">lqfb.piratenpartei.de</a> in Betrieb genommen. Es meldeten sich über 3000 Parteimitglieder an und es wurde in hunderten von Themen der bevorstehendene Programmparteitag vorbereitet. Innerhalb der nur rund 2 Monate bis zum Parteitag wurde der bis heute vermutlich intensivste Test von Liquid Democracy überhaupt durchgeführt. Am Ende wurden 28 in LiquidFeedback erfolgreich abgeschlossene Initiativen als Anträge auf dem Parteitag beschlossen. Die genauen Auswirkungen des Einsatzes von Liquid Democracy in der Piratenpartei und die Zufriedenheit der Piraten mit dem System wurden von Sebastian Jabbusch in seiner <a href="http://www.sebastianjabbusch.de/wp-content/uploads/2011/10/Liquid-Democracy-in-der-Piratenpartei-Eine-Neue-Chance-fur-die-innerparteiliche-Demokratie-im-21-Jahrhundert-By-Sebastian-Jabbusch.pdf">Magisterarbeit (PDF)</a> sehr umfangreich wissenschaftlich beleuchtet.</p>
<p><strong>Enquête-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft</strong></p>
<p>Die am 4. März 2010 vom Deutschen Bundestag einberufene <a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/">Enquête-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft</a> (kurz EIDG) bekam unter anderem den Auftrag mit auf den Weg, Möglichkeiten zur elektronischen Bürgerbeteiligung zu untersuchen. Somit wurde Liquid Democracy auch dort Thema &#8211; und damit ebenfalls die Frage der Verknüpfung von Benutzerkonten mit Personen. Am 16. Juli 2010 stellten Axel Kistner und Andreas Nitsche der Online-Arbeitsgruppe der EIDG die Software LiquidFeedback vor und skizzierten ein mögliches Einsatzszenario. Um vertrauenswürdige Ergebnisse zu ermöglichen, wurde auch ein Akkreditierungsverfahren vorgeschlagen. Jeder Interessierte sollte nach der Registrierung einen Brief mit einem persönlichen Freischaltcode von der Bundestagsverwaltung erhalten und der Name des teilnehmenden Bürgers sollte im Benutzerprofil angezeigt werden.</p>
<p>Bemerkenswert ist, dass der Vorsitzende der EIDG, Axel E. Fischer (MdB, CDU) die Argumentation für die Verknüpfung der Benutzerkonten mit Personen kurz darauf in einer Pressemeldung aufgriff. In den Badischen Neuen Nachrichten sprach er sich für eine Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungen mittels des Internet aus, sah dafür aber die Notwendigkeit den Klarnamen nennen zu müssen.</p>
<blockquote><p>Fischer plädierte gegenüber unserer Zeitung für „eine breite Bürgerbeteiligung durchs Internet“. Er könne sich vorstellen, dass entweder der Deutsche Bundestag auf seiner Homepage oder die einzelnen Bundestagsfraktionen im Vorfeld von wichtigen, richtungsweisenden Entscheidungen Foren einrichten, in denen die Bürger ihre Meinung kundtun oder gar abstimmen könnten – und so den demokratischen Entscheidungsprozess beeinflussen. „Das setzt aber voraus, dass man mit offenem Visier kämpft, also seinen Klarnamen nennt.“</p>
<p style="text-align:right;">Badische Neue Nachrichten vom 14.11.2010</p>
</blockquote>
<p>Fischer hätte hier in Bezug auf die Überprüfbarkeit von elektronischen Abstimmungen recht &#8211; doch leider verfolgte er mit den Äusserungen lediglich die politische Agenda seiner Partei, denn zugleich forderte er ein <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/CDU-Politiker-fuer-Vermummungsverbot-im-Internet-2-Update-1136033.html">„Vermummungsverbot im Internet“</a> und einen „Radiergummi im Netz“. Spätestens jetzt wurde klar, dass über namentliche Abstimmungen und die damit verbundene Verknüpfung von politischen Meinungen und Personen in der aufgeheizten Stimmung nicht mehr sachlich diskutiert werden konnte.</p>
<p>Neben LiquidFeedback wurde auch ein Einsatzsenario von Adhocracy für die EIDG vorgestellt. Die Software Adhocracy hatte Friedrich Lindenberg zwischenzeitlich in den Liquid Democracy e.V. eingebracht. Die Bundestagsverwaltung ließ im Auftrag der Kommision die beiden Lösungen vergleichen. Dazu beantworteten Vertreter beider Projekte eine Vielzahl von Fragen, die die Software sowie einen konkreten Systembetrieb betrafen. Daraus erstellte die Bundestagsverwaltung eine Gegenüberstellung. Auf dieser Grundlage entschied sich die EIDG am 30. September 2010 eine <a href="http://blog.internetenquete.de/?p=253">eigene Plattform auf Basis von Adhocracy</a> betreiben zu wollen. <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-01/enquete-adhocracy">Dies konnte so jedoch nicht umgesetzt werden</a>, denn der Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) ließ das Vorhaben der „Kommission für den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechniken und Kommunikationsmedien“ (IuK) des Ältestenrates vorlegen. Diese entschied dann, dass die von der Bundestagsverwaltung für dieses Projekt veranschlagten Kosten von 60.000€ bis 80.000€ nicht übernommen werden. Dabei war es unter anderem <a href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/009/1700950.pdf">ausdrücklicher Auftrag der EIDG (PDF-Dokument)</a> „Möglichkeiten für neue Formen der Teilhabe, der Bürgerbeteiligung und Nutzung neuer Partizipationsformen“ zu untersuchen.</p>
<p>Diese Situation wollte der Chaos Computer Club nicht hinnehmen. Seine Mitgliederversammlung entschied am 20. Februar 2010 in Hamburg, dass der Verein <a href="http://www.ccc.de/de/updates/2011/adhocracy-enquete">bis zu 80.000€</a> für den Betrieb von Adhocracy zur Verfügung stellt. Das brachte Bewegung in die Sache. Die Sachverständigen in der EIDG drängten darauf, in jedem Fall das System in Betrieb zu nehmen &#8211; notfalls auch außerhalb des Bundestages. Trotz <a href="http://blog.internetenquete.de/?p=344">Intervention durch Axel E. Fischer</a> wurde dieses System dann auch <a href="http://blog.internetenquete.de/?p=367">noch im Februar 2010</a> auf <a href="https://enquetebeteiligung.de/">enquetebeiligung.de</a> als sogenannter „18. Sachverständiger“ der Kommission gestartet. Der Betrieb erfolgt durch den Liquid Democracy e.V. im Auftrag der EIDG. Axel E. Fischer <a href="http://blog.internetenquete.de/?p=355">begrüßte</a> als Kommisionsvorsitzender, dass nach rechtlicher Prüfung und Entscheidung des Ältestenrates nunmehr Rechtsicherheit herrsche und die nächsten Schritte gegangen werden könnten.</p>
<blockquote><p>Ich begrüße das heutige Ergebnis der rechtlichen Prüfung zur Betreuung von Adhocracy. Die Prüfung hat ergeben, dass das Sekretariat der Enquête-Kommission das Tool betreuen darf, auch wenn es außerhalb des Deutschen Bundestages liegt. Die Vorgehensweise wurde heute auch durch den Ältestenrat des Bundestages gebilligt. Damit besteht die notwendige Rechtssicherheit. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://blog.internetenquete.de/?p=355">Axel E. Fischer, MdB und Vorsitzender der EIDG, am 24.02.2011 im Blog der EIDG</a></p>
</blockquote>
<p>Halina Wawzyniak von der Partei Die Linke ist erfreut, dass nach vielen Monaten durch den Einsatz einiger Sachverständiger endlich offiziell Adhocracy durch die EIDG verwendet wird. Sie verlangt jedoch, dass weiter gegangen werden müsse und <a href="http://blog.internetenquete.de/?p=380">eine verbindliche Bürgerbeteiligung einzurichten sei</a>.</p>
<blockquote><p>Nach langem Hin und Her in den letzten Monaten gibt es nun eine offizielle Adhocracy-Instanz für die „Enquête-Kommission Internet und digitale Gesellschaft“. Nachdem die Koalitionsmehrheit in der IuK-Kommission des Bundestages die Einführung eines Bürgerbeteiligungswerkzeuges vorerst gestoppt hat, ist es nun einer Initiative einiger Sachverständiger zu verdanken, dass die Beteiligung des 18. Sachverständigen doch noch starten kann.</p>
<p>Ich hoffe, dass die Onlinebeteiligungs-AG sich jetzt schnell auf Verfahren einigt, die auch eine wirkliche Mitsprache ermöglichen. Eine Beteiligung lediglich in Form einer unverbindlichen Anhörung ist uns nicht genug. Nur wenn die Diskussionsergebnisse aus Adhocracy auch wirklich Eingang in die Arbeit und Berichte der Projektgruppen findet, werden sich Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Expertise und ihren Meinungen auch einbringen.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://blog.internetenquete.de/?p=380">Halina Wawzyniak, MdB und Mitglied der EIDG, am 10.03.2011 im Blog der EIDG</a></p>
</blockquote>
<p>Wawzyniak weist berechtigterweise darauf hin, dass nur dann Expertise und Meinungen in ein solches System eingebracht werden, wenn dessen Ergebnisse auch tatsächliche Auswirkungen haben, wenn es somit einen Anreiz zur Beteiligung gibt. Es wird nur wenige Bürger geben, die bereit sind aufwändige Textarbeit zu betreiben, wenn die Ergebnisse völlig unverbindlich sind.</p>
<p>Doch Wawzyniak verkennt dabei den Zustand des gestarteten Systems. Eine Akkreditierung der Bürger &#8211; wie ursprünglich angedacht &#8211; wurde nicht vorgesehen. Die Adhocracy-Instanz verfügt somit &#8211; genauso wie eine Testumgebung &#8211; über eine offene Benutzerregistrierung. Das heißt: Es ist ohne technische Kenntnisse für jeden möglich, praktisch beliebig viele Benutzerkonten zu registrieren und mit diesen dann auch abzustimmen. Damit kann leicht der eigenen Meinung ein höheres Gewicht verliehen werden. Die demokratischen Grundsätze werden hier eklatant verletzt, verbindliche Entscheidungen sind so keinesfalls möglich.</p>
<p>Dieses Problem ist auch den Sachverständigen aufgefallen. So schrieb Alvar C. H. Freude, von der SPD benannter Sachverständiger, <a href="http://blog.internetenquete.de/?p=222&amp;cpage=1#comment-105">per Kommentar im Blog der EIDG</a>, dass Mehrfachanmeldungen sich auf technischem Wege entweder gar nicht oder nur durch eine ordentliche Akkreditierung z.B. mittels per Brief zugesendeter Freischaltcodes vermeiden ließen. Auf eine solche Akkreditierung könne aber laut Freude verzichtet werden, da es sich nur um „Tendenzabfragen“ handele. Weiterhin führte Freude aus, dass durch Abschalten der Delegationsfunktion ein erhöhtes Stimmgewicht durch Mehrfachanmeldungen ausgeschlossen sei.</p>
<blockquote><p>Sockenpuppen-Accounts (also Doppel-Accounts eines Nutzers) verhindert man entweder so wie beim Online-Petitions-Tool: technisch gar nicht. Oder dadurch, dass jeder Nutzer per Post einen Brief bekommt und einen darin stehenden Code eingeben muss. Da keine verbindlichen Abstimmungen stattfinden (sondern quasi nur Tendenzabfragen) sehe ich dies erst einmal nicht als KO-Kriterium, zumal das Problem bei jeder Lösung prinzipiell besteht. Allerdings wird wahrscheinlich die Delegations-Funktion ausgeschaltet, so dass es nicht möglich ist, mit Sockenpuppen sich selbst mehr Gewicht zu verschaffen.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://blog.internetenquete.de/?p=222&amp;cpage=1#comment-105">Alvar C. H. Freude, Sachverständiger in der EIDG, am 15.09.2010 per Kommentar im Blog der EDIG</a></p>
</blockquote>
<p>Dieser Ansatz ist jedoch ungeeignet das Problem zu lösen. Eine direkte Erhöhung des eigenen Stimmgewichts per Delegation kann zwar verhindert werden, nicht jedoch mehrfache Stimmabgabe für die gleiche Abstimmung mittels verschiedener Benutzerkonten. Dennoch entschied man sich, die Delegationen zu deaktivieren. Damit ist nach der Überprüfbarkeit auch auf das Kernelement der Liquid Democracy verzichtet worden, die Möglichkeit die eigene Stimme (transitiv) weitergeben zu können.</p>
<p><strong>Die Linke und die Sozialdemokratische Partei Deutschlands</strong></p>
<p>Neben der Piratenpartei und der EIDG versuchten sich auch die Partei Die Linke und die Sozialdemokratische Partei Deutschland (SPD) an einem Test von Liquid Democracy. Sowohl auf dem <a href="http://dielinke.liqd.net/">zeitlich begrenzten Test der Partei Die Linke</a> als auch auf dem erst kürzlich gestarteten <a href="http://diskussion.onlineantrag.spd.de/">Portal der SPD</a> ist eine offene Registrierung möglich. Somit werden &#8211; wie bereits zuvor bei der EIDG besprochen &#8211; demokratische Prinzipien eklatant verletzt, denn es ist leicht möglich der eigenen Meinung durch Mehrfachanmeldungen ein höheres Gewicht zu verleihen.</p>
<p>Ein ernstzunehmender Test kann so nicht durchgeführt werden. Dennoch ließ die Partei Die Linke die erfolgreichen Initiativen als sogenannte Wortmeldungen gegenüber ihrer Programmkommision zu. Die SPD geht weiter und erstellt auf diesem Wege ihren „ersten Onlineantrag“ für ihren nächsten Bundesparteitag.</p>
<p><strong>Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2011</strong></p>
<p>Nach einem Ausflug in die Bundespolitik kehren wir nun zur Piratenpartei Berlin zurück, denn diese möchte in das Abgeordnetenhaus und die Bezirksversammlungen von Berlin einziehen. Im Wahlkampf ist auch Liquid Democracy ein Thema, mit dem die Piraten punkten wollen. So schreibt die Berliner Morgenpost am 14. August 2011 über Andreas Baum, Kandidat auf Platz 1 der Landesliste der Piratenpartei für das Abgeordnetenhaus, dass die Piratenpartei strukturelle Vorteile gegenüber anderen Parteien habe. Mitglieder könnten mittels der Software &#8220;Liquid Feedback&#8221; zeitnah eigene Positionen vorstellen.</p>
<blockquote><p>Außerdem sieht Baum in den Strukturen der Piraten sogar Vorteile gegenüber den etablierten Parteien. Durch das Computerprogramm „liquid feedback“ könne jedes Mitglied schnell auf inhaltliche Fragen reagieren und eigene Vorstellungen präsentieren.</p>
<p style="text-align:right;">Berliner Morgenpost vom 14.08.2011</p>
</blockquote>
<p>Christopher Lauer, ebenfalls Kandidat der Berliner Piraten für das Abgeordnetenhaus, <a href="http://twitter.com/#!/Schmidtlepp/status/99409728790200320">vermeldet auf dem Kurznachrichtendienst Twitter deutlicher</a>, dass Liquid Democracy nur erhalte, wer Piraten wähle.</p>
<blockquote><p>Liebe Berliner, da hört ihr es, wenn ihr LiquidDemocracy und echte Bürgerbeteiligung in Berlin wollt, dann müsst ihr #Piraten wählen.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://twitter.com/#!/Schmidtlepp/status/99409728790200320">Christopher Lauer am 05.08.2011 auf Twitter</a></p>
</blockquote>
<p>Betrachten wir was dahinter steckt. Der Betrieb des Liquid-Democracy-Systems der Berliner Piraten hat sich seit der Inbetriebnahme mit dem ersten Prototypen von LiquidFeedback am 4. Januar 2010 mit der Möglichkeit zur (eingeschränkt) pseudonymen Nutzung praktisch nicht geändert. Überprüfbare namentliche Abstimmungen sind also nicht durchführbar. Der ursprüngliche Plan, zur Abgeordnetenhauswahl 2011 mittels Liquid Democracy verbindlich entscheiden zu können, wurde nicht umgesetzt.</p>
<p>Auch wenn Baum nur davon spricht, dass mittels Liquid Democracy eigene Vorstellungen von Mitgliedern präsentiert werden &#8211; also gar keine Entscheidungen getroffen werden sollen &#8211; dann heisst das trotzdem nicht, dass auf die Überprüfbarkeit der Abstimmungen dauerhaft verzichtet werden kann. Denn wenn Baum und andere Piraten am 18. September in das Berliner Abgeordnetenhaus gewählt werden und sie die Parteimitglieder mittels Liquid Democracy an der politischen Arbeit ernsthaft beteiligen wollen, werden sie vertrauenswürdige Meinungsbilder brauchen.</p>
<p>Einige Kandidaten der Piratenpartei Berlin für das Abgeordnetenhaus gehen weiter als Baum. Sie haben sich <a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki/index.php?title=Benutzer:Shw/Kandidatur_AHW/Selbstverpflichtung&amp;oldid=909664">selber verpflichtet Entscheidungen aus dem Liquid-Democracy-System der Partei zur Grundlage ihres eigenen Abstimmverhaltens</a> zu machen. So heisst es in der Selbstverpflichtung, dass die Unterzeichner ihre Handlungen im Abgeordnetenhaus grundsätzlich nach der Meinung der Parteibasis richten wollen, Abstimmungsempfehlungen aus dem Liquid-Democracy-System der Partei folgen wollen und wenn ihnen dies nicht erfolgreich gelingt auch ihr Mandat zur Disposition stellen würden.</p>
<blockquote><p>Ich strebe es an, in inhaltlichen Fragen grundsätzlich den Beschlüssen der Parteibasis zu folgen, solange dies mit meinem Gewissen vereinbar ist. Soweit aus dem Liquid-Democracy-System der Piratenpartei Berlin konkrete Empfehlungen zu Abstimmungen im Abgeordnetenhaus hervorgehen, werde ich mich an diesen orientieren und jede Abweichung explizit begründen. [...] Von Abstimmungsempfehlungen, die explizit mit einem solchen Appell gekennzeichnet sind, werde ich nur dann abweichen, wenn ich etwas anderes nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann oder auf der Grundlage von Informationen, die zum Zeitpunkt der Empfehlung noch nicht bekannt sein konnten. [...] Sollte mir dies nicht gelingen, werde ich der nächsten Landesmitgliederversammlung &#8211; sofern die Versammlung dies wünscht! &#8211; eine Vertrauensfrage stellen und im Falle eines negativen Ausgangs mein Mandat freiwillig zurückgeben.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki/index.php?title=Benutzer:Shw/Kandidatur_AHW/Selbstverpflichtung&amp;oldid=909664">Simon Weiß am 10.02.2011 im Wiki der Piratenpartei</a></p>
</blockquote>
<p>Sollte es wegen mangelnder Überprüfbarkeit zu nicht entdeckten Manipulationen an Entscheidungen des Liquid-Democracy-Systems kommen, hätten diese somit ganz reale politische Entscheidungen zur Folge, die undemokratisch zustande gekommen sind und nicht dem Willen der Parteimitglieder entsprechen. Die Selbstverpflichtung könnte daher von Abgeordneten nur dann verantwortungsvoll umgesetzt werden, wenn ein Liquid-Democracy-System mit überprüfbaren namentlichen Abstimmungen zur Verfügung stünde.</p>
<p><strong>Ausblick</strong></p>
<p>Es konnte gezeigt werden, dass es mittels Liquid Democracy möglich ist, politische Positionen zu erarbeiten und trotz vieler Beteiligter mit unterschiedlichsten Interessen konstruktiv zu verbessern und entscheidungsfähig zu machen. Dennoch bleibt es vorerst ein Traum, pseudonym und ohne offengelegte Verknüpfung der Meinung mit der eigenen Person an vertrauenswürdigen, also überprüfbaren, elektronischen Abstimmungen teilzunehmen und damit auch dauerhaft echten politischen Einfluß zu bekommen. Daher muß man sich entscheiden: Entweder verabschiedet man sich von dem Wunsch, bei einer namentlichen Abstimmung unerkannt bleiben zu können, oder man verabschiedet sich vom Ziel echter politscher Einflußnahme durch verbindliche Entscheidungen mittels Liquid Democracy.</p>
<p>Bereits der eingangs zitierte Jan Huwald wies darauf hin, dass es bei der Umsetzung von Liquid Democracy auf Detailfragen ankäme, da es sich um etwas völlig neuartiges handele und eine eigene &#8220;demokratische Kultur&#8221; benötige. Trotz allem sei es ein lohnenswertes Ziel, um den Bürger langfristig ständig an politischen Entscheidungen teilhaben lassen zu können, denn der Fortschritt der menschlichen Vernetzung würde dies ermöglichen.</p>
<blockquote><p>Hürden bei der Umsetzungen liegen vor allen in Detailfragen des so entstehenden Entscheidungsprozesses. Dieser ist immerhin neuartig und benötigt erst eine eigene demokratische Kultur. Deswegen werden wir zuerst innerhalb der Piratenpartei experimentieren und nur bei guten Erfahrungen würden wir auch darüber hinaus für ein solches System einstehen.</p>
<p>Das langfristige Ziel, den Bürger ständig an Entscheidungen über die Entwicklung der Gesellschaft teil haben zu lassen, betrachte ich, unabhängig von der konkreten Durchführung, als außerordentlich lohnenswert. Die fortgeschrittene Vernetzung der Menschen und die Freiheit von Informationen machen diesen Traum greifbar.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://www.heise.de/tp/artikel/26/26173/1.html">Jan Huwald am 12.09.2007 im Interview mit Telepolis</a></p>
</blockquote>
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	</item>
		<item>
		<title>Sicherheitskritischer Bug in LiquidFeedback gefunden</title>
		<link>http://liquidfeedback.wordpress.com/2011/05/17/sicherheitskritischer-bug-in-liquidfeedback-gefunden/</link>
		<comments>http://liquidfeedback.wordpress.com/2011/05/17/sicherheitskritischer-bug-in-liquidfeedback-gefunden/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 May 2011 02:51:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jbebln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Update]]></category>

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		<description><![CDATA[Im LiquidFeedback Frontend wurde ein sicherheitskritischer Bug entdeckt, der es ermöglichte, fremde Benutzerkonten mittels unbefugter Passwortänderung zu übernehmen. Die Sicherheitslücke wurde mit Version beta32 behoben. Wir empfehlen alle LiquidFeedback-Instanzen schnellstmöglich auf die letzte Version zu aktualisieren und alle Teilnehmeraccounts zu überprüfen. Ergänzung: Der Download-Link auf oben verlinkter Seite zeigte fälschlicherweise bis um 12:00 MESZ noch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=liquidfeedback.wordpress.com&amp;blog=10991164&amp;post=730&amp;subd=liquidfeedback&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a href="http://www.public-software-group.org/liquid_feedback_frontend">LiquidFeedback Frontend</a> wurde ein sicherheitskritischer Bug entdeckt, der es ermöglichte, fremde Benutzerkonten mittels unbefugter Passwortänderung zu übernehmen. Die Sicherheitslücke wurde mit Version beta32 behoben.</p>
<p>Wir empfehlen alle LiquidFeedback-Instanzen schnellstmöglich auf die letzte Version zu aktualisieren und alle Teilnehmeraccounts zu überprüfen.</p>
<p><strong>Ergänzung:</strong></p>
<p>Der Download-Link auf oben verlinkter Seite zeigte fälschlicherweise bis um 12:00 MESZ noch auf die alte Version. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen und ggf. erneut zu aktualisieren. Aufgrund eines weiteren Fehlers gibt die korrekte Version <em>beta32</em> eine falsche Versionsinformation <em>beta31</em> aus, so dass nicht schnell ersichtlich ist, ob der Bugfix tatsächlich eingespielt wurde. Dieses Problem wurde in der darauf folgenden Version <em>beta33</em> behoben. Wir empfehlen daher ein Update auf <em>beta33</em>.</p>
<br />Filed under: <a href='http://liquidfeedback.wordpress.com/category/update/'>Update</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/liquidfeedback.wordpress.com/730/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/liquidfeedback.wordpress.com/730/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/liquidfeedback.wordpress.com/730/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/liquidfeedback.wordpress.com/730/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/liquidfeedback.wordpress.com/730/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/liquidfeedback.wordpress.com/730/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/liquidfeedback.wordpress.com/730/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/liquidfeedback.wordpress.com/730/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/liquidfeedback.wordpress.com/730/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/liquidfeedback.wordpress.com/730/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/liquidfeedback.wordpress.com/730/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/liquidfeedback.wordpress.com/730/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/liquidfeedback.wordpress.com/730/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/liquidfeedback.wordpress.com/730/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=liquidfeedback.wordpress.com&amp;blog=10991164&amp;post=730&amp;subd=liquidfeedback&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Die nächste Generation: #codename_blue</title>
		<link>http://liquidfeedback.wordpress.com/2011/03/07/die-nachste-generation-codename_blue/</link>
		<comments>http://liquidfeedback.wordpress.com/2011/03/07/die-nachste-generation-codename_blue/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Mar 2011 13:11:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Nitsche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anwender]]></category>
		<category><![CDATA[Update]]></category>
		<category><![CDATA[#codename_blue]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir freuen uns, eines der umfangreichsten Releases anzukündigen, die es bei LiquidFeedback jemals gegeben hat. Wir werden den neuesten Prototyp der LiquidFeedback-Software einschließlich eines neuen Frontends bei einer Release-Party im Kulturverein Kinski e. V., Friedelstraße 28, 12047 Berlin am Sonntag, dem 13.03.2011 um 18:00 Uhr vorstellen. Wir bitten um Anmeldung an ajnATpublic-software-group.org Filed under: Allgemein, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=liquidfeedback.wordpress.com&amp;blog=10991164&amp;post=713&amp;subd=liquidfeedback&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir freuen uns, eines der umfangreichsten Releases anzukündigen, die es bei LiquidFeedback jemals gegeben hat.</p>
<p>Wir werden den neuesten Prototyp der LiquidFeedback-Software einschließlich eines neuen Frontends bei einer Release-Party im</p>
<p>Kulturverein Kinski e. V., Friedelstraße 28, 12047 Berlin<br />
am Sonntag, dem 13.03.2011 um 18:00 Uhr vorstellen.</p>
<p>Wir bitten um Anmeldung an ajnATpublic-software-group.org</p>
<br />Filed under: <a href='http://liquidfeedback.wordpress.com/category/allgemein/'>Allgemein</a>, <a href='http://liquidfeedback.wordpress.com/category/anwender/'>Anwender</a>, <a href='http://liquidfeedback.wordpress.com/category/update/'>Update</a> Tagged: <a href='http://liquidfeedback.wordpress.com/tag/codename_blue/'>#codename_blue</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/liquidfeedback.wordpress.com/713/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/liquidfeedback.wordpress.com/713/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/liquidfeedback.wordpress.com/713/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/liquidfeedback.wordpress.com/713/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/liquidfeedback.wordpress.com/713/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/liquidfeedback.wordpress.com/713/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/liquidfeedback.wordpress.com/713/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/liquidfeedback.wordpress.com/713/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/liquidfeedback.wordpress.com/713/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/liquidfeedback.wordpress.com/713/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/liquidfeedback.wordpress.com/713/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/liquidfeedback.wordpress.com/713/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/liquidfeedback.wordpress.com/713/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/liquidfeedback.wordpress.com/713/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=liquidfeedback.wordpress.com&amp;blog=10991164&amp;post=713&amp;subd=liquidfeedback&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Entwicklerplattform dev.liquidfeedback.org gestartet</title>
		<link>http://liquidfeedback.wordpress.com/2011/02/07/entwicklerplattform-dev-liquidfeedback-org-gestartet/</link>
		<comments>http://liquidfeedback.wordpress.com/2011/02/07/entwicklerplattform-dev-liquidfeedback-org-gestartet/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 17:55:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jbebln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Fortentwicklung von LiquidFeedback wird zukünftig auf der neuen Entwicklerplatform unter http://dev.liquidfeedback.org/ koordiniert. Die Projektkoordination und die Veröffentlichung von Softwarereleases wird auch zukünftig ebenso wie der Betrieb der neuen Entwicklerplattform durch den Public Software Group e. V. durchgeführt werden. Der bereits im Sommer letzten Jahres von den Entwicklern der Software gegründete Interaktive Demoratie e. V. beschäftigt sich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=liquidfeedback.wordpress.com&amp;blog=10991164&amp;post=676&amp;subd=liquidfeedback&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fortentwicklung von LiquidFeedback wird zukünftig auf der neuen Entwicklerplatform unter <a href="http://dev.liquidfeedback.org/">http://dev.liquidfeedback.org/</a> koordiniert. Die Projektkoordination und die Veröffentlichung von Softwarereleases wird auch zukünftig ebenso wie der Betrieb der neuen Entwicklerplattform durch den <a href="http://www.public-software-group.org/">Public Software Group e. V.</a> durchgeführt werden.</p>
<p>Der bereits <a href="http://liquidfeedback.org/2010/06/27/entwickler-grunden-interaktive-demokratie-e-v/">im Sommer letzten Jahres</a> von den Entwicklern der Software gegründete <a href="http://www.interaktive-demokratie.org/">Interaktive Demoratie e. V.</a> beschäftigt sich hingegen mit über die Technik hinausgehenden Fragen. Er wird zukünftig den Betrieb des Blogs liquidfeedback.org übernehmen.</p>
<p>Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um auf die zwei neu eingerichteten Mailinglisten <a href="http://dev.liquidfeedback.org/cgi-bin/mailman/listinfo/main">Main</a> und <a href="http://dev.liquidfeedback.org/cgi-bin/mailman/listinfo/announce">Announce</a> aufmerksam zu machen. Erstere dient den aktiven Entwicklern zur Koordination und zum Informationsaustausch, auf letzterer werden Ankündigungen (z.B. Hinweise auf neue Updates) veröffentlicht werden. Zu beiden Mailinglisten gibt es öffentliche Archive. Fehlerberichte und Featurewünsche sollten so wie bisher direkt in den <a href="http://dev.liquidfeedback.org/trac/lf/report">Bugtracker</a> eingetragen werden. Um internationale Zusammenarbeit zu ermöglichen, sind Entwicklerplattform und Mailinglisten englischsprachig.</p>
<p>Wir bedanken uns bei <a href="https://as250.net/">AS250.net</a> für die freundliche Unterstützung beim Hosting der Entwicklerplattform.</p>
<br />Filed under: <a href='http://liquidfeedback.wordpress.com/category/allgemein/'>Allgemein</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/liquidfeedback.wordpress.com/676/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/liquidfeedback.wordpress.com/676/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/liquidfeedback.wordpress.com/676/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/liquidfeedback.wordpress.com/676/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/liquidfeedback.wordpress.com/676/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/liquidfeedback.wordpress.com/676/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/liquidfeedback.wordpress.com/676/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/liquidfeedback.wordpress.com/676/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/liquidfeedback.wordpress.com/676/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/liquidfeedback.wordpress.com/676/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/liquidfeedback.wordpress.com/676/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/liquidfeedback.wordpress.com/676/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/liquidfeedback.wordpress.com/676/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/liquidfeedback.wordpress.com/676/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=liquidfeedback.wordpress.com&amp;blog=10991164&amp;post=676&amp;subd=liquidfeedback&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Aussetzen von Stimmgewicht bei Inaktivität</title>
		<link>http://liquidfeedback.wordpress.com/2011/02/06/aussetzen-von-stimmgewicht-bei-inaktivitaet/</link>
		<comments>http://liquidfeedback.wordpress.com/2011/02/06/aussetzen-von-stimmgewicht-bei-inaktivitaet/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Feb 2011 13:44:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jbebln</dc:creator>
				<category><![CDATA[TechTalk]]></category>
		<category><![CDATA[Update]]></category>
		<category><![CDATA[Konfiguration]]></category>
		<category><![CDATA[Stimmgewicht]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem Update auf LiquidFeedback-Kern Version 1.3.1 und dem dazugehörigen Frontend beta31 lässt sich das Stimmgewicht von Benutzern, die sich länger nicht mehr eingeloggt haben, automatisch entziehen. Die Zeit, nach der das Stimmgewicht von Teilnehmern ausgesetzt wird, lässt sich vom jeweiligen Betreiber durch Setzen des Wertes member_ttl in der neu eingeführten system_setting Tabelle der Datenbank [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=liquidfeedback.wordpress.com&amp;blog=10991164&amp;post=657&amp;subd=liquidfeedback&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Update auf <a href="http://www.public-software-group.org/liquid_feedback_core">LiquidFeedback-Kern Version 1.3.1</a> und dem dazugehörigen <a href="http://www.public-software-group.org/liquid_feedback_frontend">Frontend beta31</a> lässt sich das Stimmgewicht von Benutzern, die sich länger nicht mehr eingeloggt haben, automatisch entziehen. Die Zeit, nach der das Stimmgewicht von Teilnehmern ausgesetzt wird, lässt sich vom jeweiligen Betreiber durch Setzen des Wertes <code>member_ttl</code> in der neu eingeführten <code>system_setting</code> Tabelle der Datenbank einstellen. Da es sich hierbei um eine Konfigurationsoption des LiquidFeedback-Kerns handelt, kann diese nicht wie andere Optionen in der Konfigurationsdatei des Frontends eingestellt werden.</p>
<p>Teilnehmer, denen ihr Stimmgewicht auf die beschriebene Weise entzogen wurde, können dieses durch Einloggen wiederherstellen. Das Feature dient keinesfalls der Verhinderung von Sockenpuppen und kann eine ordentlich durchgeführte Akkreditierung weder ersetzen noch ergänzen.</p>
<p>Benutzer, die an einen anderen Teilnehmer delegieren, der länger nicht mehr aktiv gewesen ist, werden gewarnt. Hierzu ist mit der Konfigurationsoption <code>config.delegation_warning_time</code> des Frontends eine vom Aussetzen des Stimmgewichts unabhängige Zeitspanne einzustellen, nach der ein Benutzer als länger nicht mehr aktiv gilt.</p>
<p>Die Konfigurationsoption des Frontends <code>config.last_login_enabled</code> entfällt, so dass der benötigte Zeitpunkt des letzten Logins nunmehr immer bei jedem Loginvorgang gespeichert wird. Angezeigt (und im Datenbankexport exportiert) wird dieser anderen Nutzern gegenüber jedoch nur unter Angabe des Datums, ohne hierbei die genaue Uhrzeit zu offenbaren. Führt ein Login allerdings zur Reaktivierung des Accounts, wird der Reaktivierungszeitpunkt einschließlich Uhrzeit gespeichert und veröffentlicht, da dieser Einfluss auf Abstimmungsergebnisse hat.</p>
<br />Filed under: <a href='http://liquidfeedback.wordpress.com/category/techtalk/'>TechTalk</a>, <a href='http://liquidfeedback.wordpress.com/category/update/'>Update</a> Tagged: <a href='http://liquidfeedback.wordpress.com/tag/konfiguration/'>Konfiguration</a>, <a href='http://liquidfeedback.wordpress.com/tag/stimmgewicht/'>Stimmgewicht</a>, <a href='http://liquidfeedback.wordpress.com/tag/update/'>Update</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/liquidfeedback.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/liquidfeedback.wordpress.com/657/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/liquidfeedback.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/liquidfeedback.wordpress.com/657/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/liquidfeedback.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/liquidfeedback.wordpress.com/657/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/liquidfeedback.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/liquidfeedback.wordpress.com/657/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/liquidfeedback.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/liquidfeedback.wordpress.com/657/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/liquidfeedback.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/liquidfeedback.wordpress.com/657/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/liquidfeedback.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/liquidfeedback.wordpress.com/657/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=liquidfeedback.wordpress.com&amp;blog=10991164&amp;post=657&amp;subd=liquidfeedback&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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